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Ziele setzen und erreichen

Sich Ziele setzen und erreichen. Hört sich so einfach an. Viele machen sich vielleicht gar keine Gedanken darum. Ziele und Wünsche hat doch jeder, ganz normal, oder?

Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, so selbstverständlich.

Alle Menschen sind unterschiedlich. Auch ihre Ziele sind unterschiedlich. Für den ein oder anderen, sind die All-täglichen Dinge zu erledigen, schon Ziel genug.

Manche Seele hat zum Ziel, nach einer Diagnose, noch ein paar Tage erleben zu dürfen.

Überflieger haben Ziele, die nicht erreichbar sind. Und andere wiederum , müssen ihre Ziele erst finden.

Ich selbst, habe das Gefühl, ich bin ein bisschen wie ein Archäologe. Ich weiß schon in welche Richtung meine Ziele gehen. Aber ich muß den richtigen Platz finden, dann fange ich an, Schicht für Schicht ab zu tragen, um eines Tages zu entdecken was unter all den Schichten verborgen lag.

Ich habe ein Ziel. Und dieses Ziel zu erreichen, fühlt sich für mich so elementar wichtig an wie atmen!

An manchen Tagen habe ich das Gefühl zu ersticken, weil ich noch nicht einmal eine Schicht abgetragen habe.

Wobei das etwas streng ist. Ich hatte den richtigen Platz gefunden. Und ich hatte schon mehrere Schichten abgetragen, einzelne Fragmente meines Traums freigelegt. Dann kam die Diagnose gleich eines Erdbebens, und hat alles was ich so mühevoll freigelegt hatte wieder zu geschüttet.

Jetzt stehe ich wieder am Anfang!

Ich weiß in etwa was ich suche, aber den Platz habe ich noch nicht ausfindig gemacht. Ich habe so eine Ahnung. Jetzt umkreise ich diesen Platz. Ich möchte so unfassbar gerne anfangen, Schichten ab tragen. Stattdessen suche ich nach Gründen  nicht an zu fangen, aus Angst das es wieder verschüttet wird. Mein Lebensziel. Das könnte ich nicht ertragen. Aber meine Ziele nicht zu verwirklichen, ertrage ich ebenso wenig.

Ich erstarre also in Angst, und verschenke wertvolle Zeit. Und doch bin ich nicht fähig noch einmal auf Start zu gehen und los zu legen. Ich kann mein Ziel aber auch nicht zu Grabe tragen. Stattdessen bin ich festgefroren wie ein Reh im Scheinwerfer Licht.

Mein Kopf weiß das es Unsinn ist. Mein Kopf ist tapfer und stark, macht Pläne. Mein Kopf ruft meinem Körper Befehle zu. Beweg dich, fang an, mach weiter. Aber die Angst meinen Traum erneut zu verlieren, hält mich gefangen, ist stärker als mein Kopf. 

Ziele setzen und erreichen, hört sich so einfach an !

Ich sehe die Sekunden vergehen, Sekunden, Minuten, Stunden. Bald ein ganzes Leben lang. Vergeudet in Angst.

Und wie ich zusehe wie die Zeit verrinnt und nicht wiederkommt, fühle ich mich schuldig. Ich denke an meinen Neffen Dennis True. Er hatte Ziele, und Mut. Er hat nicht gezaudert, er hat es einfach angepackt. Als hätte er gewußt, das er nur 36 Jahre hat. Er hat seine Zeit genutzt. Sie hat nicht gereicht, nicht annähernd, aber er hat sie nicht verschwendet.

Aber ich, ich komme mir so undankbar vor. Denn ich verschwende Zeit, und weiß doch nicht, wieviel davon mir bleibt.

Vielleicht sollte mein erstes Ziel, das finden meiner Stärke sein. 

Vielleicht ist das setzen und erreichen von Zielen eben ganz und gar nicht leicht. Sondern die Königsdisziplin!

 

In Gedenken an Dennis True,

den ich nach wie vor so sehr vermisse.

Der selbst nachdem seine Zeit abgelaufen ist,

bei uns ist. Und immer bleibt!

Eine Erinnerung an Liebe und den Mut etwas zu verändern!

 

 

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