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Frage 2

 

 

Beschäftigen wir uns in Frage 2 noch einmal genauer mit den Energie Vampiren in unserem Leben. Nehmt euch einmal bewusst Zeit in euch hinein zu horchen. Wenn ihr tief Luft holt, entnervt oder traurig seid. Was genau raubt euch gerade den letzten Nerv. 

Wo sind die großen Energie Räuber, und wo verstecken sich kleine Kraftzehrer? Und was kostet euch Kraft, aber ihr denkt ihr dürft es nicht so empfinden ?

Und dann überlegt euch bitte warum ihr diese großen und kleinen Krafträuber in eurem Leben behaltet. Ist es unbewusst oder aus Angst? Oder bleibt euch gerade keine Wahl?

Vielleicht schaffen wir es etwas los zu lassen, was uns Kraft kostet , aber keine schenkt. Oder vielleicht können wir in den Kraftzehrern die wir nicht um gehen können, etwas positives sehen, das uns auch Energie zurück gibt.

Wenn ihr diese Frage ehrlich für euch bearbeitet, kann sie Klarheit und Entlastung bereit halten.

 

Wenn ihr Lust habt lest gern meine Antwort auf Frage 1. Morgen geht es dann weiter mit Frage 3.

 

 

Meine Energie Räuber

 

An erster Stelle steht mein Alltag. Meine Muskeln schmerzen, ich fühle mich schwach und müde.Mein ADS geplagter Kopf kommt nicht zur Ruhe, der Autismus Anteil will alles mega genau. Ich versuche wirklich mir meinen Humor nicht nehmen zu lassen, aber auch das kostet Kraft. Dazu noch 4 Kinder. Wobei der jüngste zu Hause auch ADHS hat.

Also der größte Energiefresser ist mein Alltag!

Wir versuchen immer wieder zu optimieren, aber es ist wie es ist. Sehr anspruchsvoll!

Jetzt überlege ich gerade was dann noch bleibt. Mit Alltag ist eigentlich alles abgegolten. Vielleicht ist es zu allgemein, aber es ist eben der Alltag mit Krankheit, Kindern, Arzt Terminen, das Gesamtpaket wie es jeder mit Familie kennt. Nur eben mit einer chronischen Erkrankung und Zukunftssorgen. Zur Zeit habe ich keine Menschen in meinem Leben die mir Energie rauben. Das war nicht immer so.

Ich möchte mich ja wieder selbstständig machen, die Vorbereitungen sind anstrengend, aber nicht negativ.

Mein jüngster mit ADHS kommt bald zur Schule. Das zehrt auch, weil ich mir Sorgen mache.

Er wird bald auf Medis eingestellt, das macht mir auch etwas Bauchweh.

Und um ganz ehrlich zu sein habe ich ein schlechtes Gewissen. Das kostet auch Energie. Ich glaube schon das ich genau so gut und wertvoll bin wie mein Mann. Aber durch die Erkrankung ist er mein Pfleger. Er hat das schwerere Los. Er sagt er trägt diese Verantwortung gern. Und an den Tagen an denen ich ihn wirklich brauche, weil ich kaum laufen kann, nicht aus dem Bett komme, scheint er in seiner Aufgabe auf zu blühen. Aber ich möchte für ihn die beste Frau sein, das schaffe ich an meinen Maßstäben gemessen nicht. So wie ich auch nicht die Mutter sein kann die ich sein will. Für meine Kinder ist es normal das ich viel im Bett liege. Es stört sich nicht, da  sie es leider nicht anders kennen. Ich bin immer da, ich sehe sie, ihre Bedürfnisse , ihre Sorgen. Ich höre immer zu, habe immer Interesse. Aber ich baue keine Schneemänner, gehe auf keine Spielplätze.

Also kann man wohl sagen, nach dem Alltag sind es meine eigenen , nicht erfüllbaren Ansprüche die mich Energie kosten. Das müsste ich ändern. Das müsste ich ändern können. Ich weiß nicht wie. Und ich habe Angst wenn ich das alles nicht mehr bedauere, ich es als selbstverständlich sehe. Und das würde mich, in meinen Augen egoistisch machen. Ich habe da bestimmt irgendwo einen Denkfehler drin. Aber ich hänge hier fest.

Soviel zu meinen Energieräubern.


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