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Langzeit Projekt " TRÄUME "

Es gibt Menschen die singen unter der Dusche. Warum ist das eigentlich so? Ist da die Akustik besonders gut, oder finden diese Leute ihre Singstimme so toll? Ich glaube viele singen unter der Dusche weil man da für eine etwas längere Zeit ungestört ist.

( Außer man ist Mutter. ) Zudem gibt es, meiner Ansicht nach, kaum etwas, das tiefer mit unseren Emotionen verbunden ist, als Musik. Ich kenne tatsächlich jemanden der mit Musik nichts anfangen kann, und das ist mir zutiefst suspekt.

Wenn wir Musik hören, dockt die Melodie direkt am limbischen System an. Dieses steuert Triebe, Motivation und das Gedächtnis. Und es die wichtigste Funktionseinheit für die Entstehung und Verarbeitung von Emotionen. Musik holt also die passende Erinnerung aus dem Kortex ( dort werden Langzeiterinnerungen abgespeichert ), oder unser Hippocampus (hier werden Sinneseindrücke gefiltert, verarbeitet und zu konkreten Erinnerungen geformt ) lässt uns Musik aussuchen die gerade wichtige Emotionen unterstützt. Musik löst Blockaden und unterstützt unsere Empfindungen, so das wir diese besser verarbeiten können. Wenn wir wütend sind , himmelhoch jauchzend oder in Liebeskummer ertrinken. Es gibt für alles die passende Musik.

Wenn wir also unter der Dusche singen, ist das zum einen ein Indikator für unsere momentane Gefühlslage, oder es kann uns auch helfen uns in Schwung zu bringen, um voller Elan in den Tag zu starten.

So, jetzt aber Schluss mit Biologie. Vorauf ich hinaus wollte war, das ich nicht singe. Zumindest selten unter der Dusche. Ich kann unter der Dusche hervorragend denken.

Heute Morgen dachte ich unter der Dusche über Träume nach. Mir ist aufgefallen das Träume ein immer wiederkehrendes Thema bei mir sind. Das dieses Thema gerade wieder besonders präsent ist, konnte ich für mich schon analysieren.

 

Wir sind eine große Familie. Manchmal habe ich das (Schuld) Gefühl ich würde durch meine Erkrankung allem eher schlecht als recht nachkommen. Kürzlich habe ich aber gehört, das zu Schuldgefühlen gehört, das man sich etwas zu Schulden kommen lassen hat. Hieb und stichfesten Fakten lässt sich nur schwer widersprechen, also muss ich meine Schuldgefühle wohl oder übel

ablegen . Denn ich kann es gar nicht leiden, wenn Wörter in einem falschem Kontext benutzt werden. (Passiert mir natürlich trotzdem auch mal!)

Jedenfalls ist mir aufgefallen das ich nicht immer die ausführende Kraft bin, wird auch schwer wenn man mit schlimmen Schmerzen im Bett liegt. Aber ich bin diejenige die alles und alle im Blick behält. Ich halte alle zusammen, habe für alle ein oder auch 2 Ohren, und achte auf die Schwingungen in der Familie. Ohne all das, wäre es keine Familie, und dafür brauche ich nur mich, meinen Geist, mein Herz und meine Seele, egal was mein Körper gerade macht.

 

Im Moment ist hier aber alles im Umbruch! Mein Mann hat eine neue Arbeit. An den völlig neuen Rhythmus mit der Nachtarbeit, und den eher chaotisch anmutenden Firmenstrukturen haben wir uns nach 4 Wochen noch nicht wirklich gewöhnt.

Mein Großer (hier zu Hause) steckt mitten in den Abschlussprüfungen.

Der 16-jährige unterzieht uns dem absoluten Stresstest Namens Pubertät (er stellt seine 3 großen Brüder weit in den Schatten), und nach den Sommerferien beginnt er seine Ausbildung.

Der Krümeltiger kommt bald in die 3. Klasse. Er scheint mit einem Bein schon fest in der Vorpubertät zu stecken. Er erfindet sich neu, und ist ordentlich Emotionsgebeutelt. Sein Hauptziel scheint zu sein, Regeln auf Schlupflöcher ab zu klopfen, oder diese zu verbiegen. Wenn alles nichts hilft, vergisst er diese schlichtweg kurzfristig!

Und der Butcher kommt in die Schule. Da stand und steht bis jetzt nicht abschließend fest wie das funktionieren soll. Durch seine sozial-emotionale Beeinträchtigung wird das nicht so einfach. Seit Monaten befinde ich mich im letzten Etappen Kampf vor der Einschulung.

Ich bin am Limit. Vor allem weil ich mir ja immer wieder auch Zeit für mich selbst abknapsen möchte, und muss!

 

Das ist der Grund warum ich gerade mal wieder über Träume nach denke. Meine Träume muss ich nämlich mal wieder ein klein wenig aus ihrem, mach ich neben her Status, befreien.

Und wie ich da so unter der Dusche stehe , und das Wasser mein Großhirn antreibt wie das Rad einer Mühle, kann ich mich des Gedankens nicht erwehren, das ich aufpassen muss, das sich hier keine Doppelmoral einschleicht.

Keine Frage, ich versuche meine Träume zu verwirklichen. Aber um ehrlich zu sein, habe ich eher große Träume im Visier. Aber auch kleine, scheinbar unbedeutende Träume haben ihre Daseinsberechtigung. 

Denn was treibt uns an, formt uns, lässt unsern Geist wachsen und die Seele fliegen? Träume!

Alle Träume, ganz winzig kleine, und riesengroße. Manche muten vielleicht albern an, oder scheinen unerfüllbar, aber sie alle machen uns als Individuum aus. Machen uns einzigartig!

 

Deshalb starte ich ein Langzeit Projekt. Lebenslänglich so zu sagen.

Ich öffne eine neue Kategorie. In diese kommen alle meine Träume. Alle neuen werden hin zu gefügt. Alle Träume die nicht mehr geträumt werden, kommen raus. Alle die erfüllt wurden, bekommen einen eigenen Blog Beitrag.

Ziel ist es, wenn mein Leben zu Ende geht, wann auch immer das sein sollte, möchte ich möglichst wenige offene Träume haben!

 

Da niemand von uns weiß, wieviel Zeit auf Erden er hat, sollte hier nicht gekleckert werden, eher geklotzt. Und dafür muss ich mir immer wieder in Erinnerung rufen, das ich mich nicht immer hinten an stellen darf!

Ich bin gespannt, ihr vielleicht auch. Und ganz vielleicht fühlt sich jemand motiviert, eine eigene Träume Liste auf zu setzen.

 

Passt auf euch auf, und hört nicht auf zu Träumen. Denn wir sind alle aus Träumen gewachsen!

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